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Okay, die Geschichten um jene Männer, die sich hoffnungsvoll und voller Tatendrang auf die Suche nach Wohlstand und Ansehen, nach Glück und Liebe begeben, sind hinlänglich bekannt, wobei die komödiantische Aufbereitung dieses Themas durch Charlie Chaplin (1889-1975) sicher als eine der gelungensten Umsetzungen (Uraufführung 1925) angesehen werden darf. Die eine oder der andere unter uns wird überdies wissen, dass Chaplin die Begleitmusik zu seinem Film in weiten Teilen selbst komponiert hat - wenn auch mit Anleihen bei Rimsky-Korsakows Hummelflug, Wagners „Oh, oh Du holder Abendstern“ und Tschaikowskys Dornröschen-Walzer.
Auf den ersten Blick mag es überraschen, zumindest für Donaueschinger Verhältnisse, dass mit der Aufführung eines Stummfilms in der Staatsoper Stuttgart und der erwähnten musikalischen Begleitung ein fast ausverkauftes Haus erreicht wurde – nur wenige Plätze blieben im dritten Rang frei. Dass Eltern mit ihren Kindern und Großeltern mit ihren Enkeln einen fröhlichen wie anrührenden Osterabend erleben durften, mag dann im Nachhinein eher nicht überraschen.
Umso bedauerlicher vielleicht, dass sich aus unseren Reihen nur fünf Mitglieder nebst einem Enkel bereitfanden, dieser wundervollen Idee der Staatsoper Stuttgart nachzugehen. Und - um ein wenig Neid zu schüren – wirklich ihre große Freude an diesem Ereignis hatten. Denn es war ein rundherum gelungenes, buntes, musikalisch exzellentes Osterei, das in folgenden Worten aus unserer kleinen Gruppe gipfelte: „Wundervolles großes Kino heute Abend“.
Auf jeden Fall sollte am Schluss noch erwähnt werden: Herzlichen Dank wieder einmal an die gut aufgelegten Musikerinnen und Musiker des Staatsorchester Stuttgarts unter der Leitung von Cornelius Meister. Sie alle stehen gemeinsam für die Idee, die großen Filme Charlie Chaplins ins Opernhaus mit „Livemusik als dritter Dimension“ zur Vorführung zu bringen.