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Klassik

Elisabeth Leonskaja

Musikalische Bekenntnisse

Samstag, 30. April 2022 | 20 Uhr

„Der Weg Elisabeth Leonskajas ist ein Weg der Gipfel. Indem sie sich immer wieder selbst übertrifft – durch ihren hohen Anspruch, ihre Leidenschaft und Intelligenz –, stellt sie sich in eine Reihe mit den Größten“, schrieb die französische Zeitschrift Diapason. Für ihr Lebenswerk erhielt die im georgischen Tiflis geborene und von Swjatoslaw Richter geförderte Grande Dame des Klavierspiels jüngst den International Classical Music Award.
In Donaueschingen präsentiert Elisabeth Leonskaja ein überaus farbiges Programm. Klammer und Höhepunkt ist Johannes Brahms mit seiner großen Sonate in f-Moll. Vor allem das Andante, ein Nachtlied, hat zu seiner Zeit viel zum Ruhm des Komponisten beigetragen. Brahms war es, der 40 Jahre nach Schuberts Tod drei bisher unveröffentlichte Werke des Komponisten unter dem Titel „Clavierstücke“ veröffentlichte. Es sind bekenntnishaft intime Stücke aus Schuberts letztem Lebensjahr. In der Mitte des Konzerts steht nicht zufällig Prokofjew mit einer für ihn ungewöhnlichen Sonate. Sie fügt sich wunderbar zu Schubert und Brahms. Es ist, vor allem im Mittelsatz, ein melancholisches Werk, ein Werk des Abschieds. Prokofjew verließ nach dieser Sonate seine Heimat Russland und er gedachte dabei zugleich seines Freundes Maximilian Schmidthof, eines jungen Pianisten, der Selbstmord begangen hatte. Ihm ist die Sonate gewidmet. Elisabeth Leonskajas Programme haben Bezüge, die sich mitunter nicht auf den ersten Blick zeigen, aber umso mehr berühren.

Elisabeth Leonskaja, Klavier

Franz Schubert (1797-1828)
Sonaten c-Moll D 958, A-Dur D 959 und B-Dur D 960

 


In Kooperation mit         

Samstag, 30. April 2022 | 20 Uhr
Donauhallen, Strawinsky Saal
Eintritt EUR 34,– und EUR 30,–


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